
Vor fast 40 Jahren lief „Der Exorzist“ in den hiesigen Kinos und versetzte unzählige Kinogänger:innen in Angst und Schrecken. Trotz vieler Nachahmer gehört William Friedkins Film bis heute – zusammen mit „Psycho“ (1960), „Halloween“ (1978) und „Shining“ (1980) – zu den bedeutendsten Horrorfilmen des Genres. Denn: „Der Exorzist“ gilt immer noch als einer der unheimlichsten Horrorfilme, dessen erschreckende Atmosphäre unerreicht bleibt.
Genauso erschreckend und unheimlich sind die Geschichten und Ereignisse, die sich hinter den Kulissen des Films abspielten. Hier sind fünf Fakten über den Kult-Klassikers.
5. Sonderbare Häufungen von Todesfällen

Hinter jeder Hollywood-Produktion – „Iron Man 3“ hatte beispielsweise 3.310 Crew-Mitglieder – steht ein Film-Crew, die normalerweise ein kleines Dorf bevölkern könnte. Während der Dreharbeiten des Films und danach starben mindestens neun Personen, die entweder mit der Besetzung oder der Crew zu tun hatten.
Diese waren unter anderem Linda Blairs Grossvater und Max Von Sydows Bruder, beide kamen während der Produktion ums Leben. Auch Schauspieler Jack MacGowran und Schauspielerin Vasiliki Maliaros starben beide kurz nach den Dreharbeiten – MacGowran an der Grippe, Maliaros eines natürlichen Todes. Alles nur Zufall?
4. Eine Kinogängerin verklagte das Film-Studio

Vor der Veröffentlichung des Films sorgte das Film-Studio dafür, dass Zuschauer:innen mit erhöhtem Blutdruck oder Herzproblemen vor eventuellen Risiken gewarnt wurden. Diese sollten den Vorstellungen besser fernbleiben. War alles nur eine PR-Aktion? Es gab viele Presse-Berichte über Menschen, die krank wurden und/oder in Ohnmacht fielen, während sie sich den Film ansahen. Angeblich wurden bei den Filmvorführungen Auffangbeutel verteilt. Einige Leute mussten sogar herausgetragen werden.
Es ging sogar soweit, dass eine Kinogängerin Warner Bros verklagte: Sie behauptete, die unterschwelligen Botschaften des Films hätten sie ohnmächtig gemacht, worauf sie einen Kiefer-Bruch erlitt. Daraufhin einigte sich das Studio mit der Klägerin aussergerichtlich für einen nicht genannten Betrag.
3. Das Set fing Feuer

Sogar das Film-Set schien verflucht zu sein: Die Dreharbeiten wurden verzögert, als ein Feuer am Set ausbrach. Friedkin zufolge war die Ursache für das Feuer eine Taube, die in den Schaltkästen des Hauses geflogen war.
Kuriosum: Ausgerechnet das Zimmer der Protagonistin, die im Film bereits von Dämonen befallen war, blieb von den Flammen verschont. Vermutlich, weil das Schlafzimmer bereits vom Höllenfeuer befallen war…
2. Ein vermeintlicher Serienmörder spielte mit

So beängstigend auch die unheimlichen Ereignisse rund um den Film auch sein mögen – wie die zufälligen Todesfälle oder das ausgebrochene Feuer – das wahre Böse lauerte wirklich am Set des Films: Sein Name lautete Paul Bateson. Dieser war ein echter Radiologie-Techniker, der eine Rolle als Technologe (es handelt sich um Szene, als sich Regan einer Karotis-Angiographie unterzieht) im Film spielte. 1979 wurde dieser wegen Mordes an dem Filmjournalisten Addison Verrill verhaftet und verurteilt. Möglicherweise hat Bateson sechs weitere Leben auf dem Gewissen.
Laut Batesons Aussage hatte er Verrill in einer Schwulenbar in Greenwich Village abgeholt und war mit ihm zu Verrills Wohnung zurückgekehrt, wo die beiden miteinander intim wurden. Bateson erschlug Verrill mit einer Pfanne und stach mehrmals auf sein Opfer ein. Bateson gab nie ein Motiv für das brutale Verbrechen an.
Verrills Mord könnte jedoch nur die Spitze des Eisbergs gewesen sein: Vor Batesons Prozess verdächtige ihn die Polizei und die Staatsanwaltschaft in eine Reihe ungelöster Morde an Homosexuelle in Manhattan verwickelt zu sein. Er wurde deswegen nie verurteilt und ist bis heute auf freiem Fuss…
1. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit

„Der Exorzist“ basiert auf den gleichnamigen Roman von William Peter Blatty, der sein Buch auf reale Ereignisse in der Nähe von Washington, DC und in St. Louis, Missouri, stützte. Nach Angaben der St. Louis Post hatte ein 14-jähriger Junge, namens Roland Doe, aus dem Vorort Mount Rainier, Maryland, im Januar 1949 schreckliche Nachtangst. Dieser besass eine scheinbar unglaubliche Kraft und verdrehte seinen Körper. Ausserdem soll dieser von einem Dämon besessen gewesen sei, was von mehreren Zeugen bestätigt wurde.
Die Familie des Jungen versuchte alles, um ihren Sohn zu retten. Sie konsultierten Ärzte:innen, Psychiater:innen und liessen sogar einen erfolglosen Exorzismus durchführen. Eines Nachts tauchten auf seinem Rücken rote Striemen auf. Die Worte „go“ und „St. Louis“ waren darauf zu lesen. Die Familie des Jungen zog mit ihm nach St. Louis (Missouri), wo sie die Jesuitenpriester Pater Walter Halloran und Pfarrer William trafen. Während der Tortur erschien angeblich das Gesicht des Teufels auf dem Bein des Jungen.
Blatty, der zu dieser Zeit in Georgetown studierte, sagte der Zeitung, dass der Fall ihn inspiriert hatte. Er glaubte, dieser Fall entspräche der Realität.





