5 Nachteile von importiertem Obst und Gemüse

Böses Gemüses

Bananen aus Guatemala, Süsskartoffeln aus den USA, Avocados aus Mexiko und Tomaten aus Italien – der heimische Obst- und Gemüsekorb ist meist multikulturell. Jeder kennt sicherlich die Empfehlung, bevorzugt regionale Produkte zu essen, die gerade Saison haben. So gibt es im Winter nun mal keine Spargel oder Erdbeeren. Manchmal fällt es aber echt schwer, im Supermarkt den verführerisch süss scheinenden Brombeeren aus Chile zu widerstehen. Die folgenden 5 Gründe machen es einem allerdings einfacher, denn Importware ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch für die eigene Gesundheit.

5. Mehr Schadstoffe und Pestizide

(Foto: Pixabay)

Wer im Winter frische Erdbeeren will, kann nur Früchte kaufen, die im Gewächshaus gezogen worden sind. Das scheint erstmals gar nicht schlimm, schliesslich heisst das ja noch nicht, dass das Gewächshaus am anderen Ende der Welt steht. Denn auch in der Schweiz können Erdbeeren im Winter im Gewächshaus gezüchtet werden. Damit wäre es ja ein regionales Lebensmittel und folglich gesund, oder? Leider nein. Durch die aussersaisonale Aufzucht im Glashaus und das dort vorherrschende feuchte Klima, können sich Pilze und andere Schädlinge verstärkt vermehren. Aus diesem Grund werden mehr Pestizide eingesetzt, als wenn die Früchte im Sommer unter freiem Himmel gedeihen würden.

Obst und Gemüse, das einen langen Transportweg vor sich hat, wird ebenfalls stärker mit Pestiziden behandelt, damit die Ware die lange Reise unbeschadet übersteht und die Kunden sich über knackig-frisch aussehende Äpfel aus Australien freuen kann.

4. Weniger Vitamine und Nährstoffe

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Jetzt hat Importware oder im Gewächshaus gezogenes Obst schon einen höheren Schadstoffgehalt, dann kommt auch noch ein geringerer Vitamingehalt dazu. Das hat zwei Gründe: Zum einen werden die Früchte meist unreif geerntet, da sie sonst den Transport nicht überstehen würden, die Früchte können also ihren vollen Nährstoffgehalt gar nicht erreichen. Die Vitamine, die aber enthalten sind, leiden unter dem teils wochenlangen Transport, da ist es kein Wunder, dass der Nährstoffgehalt abnimmt. Untersuchungen konnten zeigen, dass Dosen- und Tiefkühlware mehr Vitamine enthält als frisches, importiertes Obst und Gemüse, weil die Früchte ausreifen durften und anschliessend direkt konserviert wurden.

3. Höherer Nitratgehalt

Ein hoher Einsatz von Dünger führt zu einem hohen Nitratgehalt der Lebensmittel. Nitrat wird beim Kochen in Nitrit umgewandelt, das schlecht für unsere Gesundheit ist. Wird Gemüse nun im Winter im Gewächshaus angebaut, braucht es zum einen mehr Düngemittel, das zu einer verstärkten Nitratbildung führt, zum anderen können die Pflanzen dieses Nitrat dann auch weniger stark abbauen als im Sommer, da die Lichtverhältnisse schlechter sind. Rote Beete und Spinat weisen besonders hohe Nitratwerte auf.

2. Lange Transportwege

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Importiertes Obst und Gemüse ist oft erstaunlich lange auf Reise: Ein Kiwi aus Neuseeland ist beinahe fünf Wochen unterwegs, eine Ananas braucht einen knappen Monat, um im heimischen Supermarkt zu landen. Deswegen werden die Früchte unreif geerntet und enthalten weniger Vitamine. Die Ökobilanz von importierter Ware ist meist (nicht immer) auch verheerend. Ein Importapfel auch Neuseeland weist nicht zwangsläufig eine schlechtere Ökobilanz als ein regionaler Apfel, der fünf Monate im Kühlhaus lagerte, auf. Mit dem Flugzeug importierte Südfrüchte sind allerdings immer verheerend für die Umwelt. Eine Flugmango enthält zwar mehr Vitamine als eine mit dem Schiff transportierte, allerdings sollte man in Hinblick auf den ökologischen Fussabdruck lieber darauf verzichten!

1. Anbaubedingungen

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Fairtrade? Meist hat man als Verbraucher keine Ahnung, unter welchen Bedingungen das Obst und Gemüse produziert wurden. Wie viel verdient ein Arbeiter auf einer Bananenplantage in Costa Rica, wie viele Stunden am Tag arbeitet er? Werden Kleinbauern unterstützt oder reisen Grosskonzerne das Geschäft an sich? Leidet die Umwelt und die Biodiversität in den Anbauländern aufgrund von gewinnbringenden Monokulturen? Von all diesen Aspekten hat man meist keine Ahnung, wenn man im Supermarkt vor der saftigen Ananas steht.