6 spannende Fakten über „Jack The Ripper“

From hell…

In der Kriminalgeschichte wurden viele der schlimmsten Gewaltverbrechen von Serienmördern begangen. «Jack the Ripper» – dem berüchtigtsten Serienmörder aller Zeiten – erschreckt und fasziniert Jung und Alt gleichermassen. Denn: Der Mythos um den Londoner Serienmörder «Jack the Ripper» fasziniert bis heute.

Die Identität des Rippers – und das tatsächliche Motiv – bleibt bis auf Weiteres unbekannt, obwohl im Laufe der Jahrzehnte viele Kriminologen:innen die brutalen Morde untersucht haben.

Wir präsentieren euch 6 ungewöhnliche Fakten über «Jack the Ripper».

6. Die Hauptverdächtigen

Quelle: Wikimedia Commons/©Howstuffworks

Die am häufigsten zitierten Verdächtigen sind Montague Druitt, ein Anwalt und Lehrer mit Interesse an Chirurgie, der angeblich verrückt war und nach den letzten Morden verschwand. Dieser wurde später tot aufgefunden.

Ein weiterer Kandidat: Michael Ostrog, ein russischer Krimineller und Arzt, der wegen seiner mörderischen Neigungen in eine Anstalt gebracht wurde.

Und schliesslich Aaron Kosminski, ein polnischer Jude und Einwohner von Whitechapel, von dem bekannt war, dass er einen grossen Hass auf Frauen (insbesondere Prostituierten) hatte. Dieser wurde für mehrere Monate nach dem letzten Mord in einer psychiatrischen Anstalt eingeliefert.

Mehrere bemerkenswerte Londoner dieser Zeit, wie der Maler Walter Sickert und der Arzt Sir William Gull, waren ebenfalls Gegenstand solcher Spekulationen. Heute sind die Mordstätten zum Schauplatz einer makabren Tourismusindustrie in London geworden.

5. Die Suche nach einem Phantom

Quelle: Wikimedia Commons

Die Vorgehensweise des unbekannten Mörders war klar: Die meisten seiner Opfer waren Ende 30 oder über 40, sie alle waren Prostituierte gewesen oder arbeiteten noch in dem Gewerbe. «Jack the Ripper» tötete am Wochenende oder an Feiertagen, schnitt ihre Kehle durch und verstümmelte sie auf groteske Art und Weise.

Möglicherweise hatten Passanten: innen ihn einmal sogar zu Angesicht bekommen: Das vierte Opfer, Catherine Eddowes, wurde in Begleitung eines Mannes gesehen, noch zehn Minuten vor der Entdeckung der Leiche. In der «Times» beschrieb ein Zeuge ihn als «etwa 30 Jahre alt, 1,75 Meter gross, heller Teint, mit kleinem blondem Schnurrbart, rotem Halstuch und spitzer Mütze».

Hunderte von Bekennerschreiben gingen bei Polizei und Medien ein. In einem Brief, der am 27. September 1888 bei der Central News Agency in London eintraf, bezeichnete sich der Absender als Täter, nannte sich «Jack the Ripper» und gab dem Unbekannten einen Namen. Allerdings wird die Echtheit des Schreibens heute bezweifelt, aber es beflügelte die Fantasie vieler damaliger Reporter, Trittbrettfahrer und Hobby-Detektive.

4. War „Jack the Ripper“ eine Frau?

Quelle: Wikimedia Commons

Der Autor John Morris stellt in seinem Buch «Jack The Ripper: The Hand Of A Woman» die These auf, dass «Jack the Ripper» in Wahrheit eine Frau gewesen sein soll: «Es gibt keinen Zweifel daran, dass der Ripper eine Frau war. Nur, weil jeder von vornherein glaubte, es sei ein Mann, wurden wichtige Hinweise ignoriert”, so wird John Morris zitiert.

Der frühere Rechtsanwalt untermauert seine Thesen: «Keine der Toten wurde vor oder nach dem Mord sexuell missbraucht.» Ausserdem hätten Ermittler seinerzeit drei Knöpfe von Frauenschuhen im Blut eines Opfers gefunden. Bei einem weiteren Opfer wurden Reste eines Frauenumhangs, einer Bluse und eines Hutes gefunden, alles Gegenstände, die jedoch nicht den ermordeten Prostituierten gehört hätten.

3. Eine menschliche Niere als Souvenir

Quelle: Wikimedia Commons

George Lusk – Vorsitzender der Whitechapel Bürgerwehr – erhielt am 16. Oktober 1888 eine kleine Schachtel, in der sich eine menschliche Niere befand.

Der Schachtel lag ein weiterer Brief von «Jack the Ripper» bei.

Lusk schenkte dem Schreiben und der Niere keine Beachtung. Als er aber den anderen Mitgliedern der Bürgerwehr am 18. Oktober davon erzählte, rieten sie ihm, die Niere einem Mediziner zu zeigen. Er brachte diese zuerst ins London Hospital.

Dort wurde ihm bestätigt, dass es sich um eine menschliche Niere handle.

Man äusserte jedoch den Verdacht, dass es sich eventuell um den bösen Scherz eines Medizinstudenten handelt, der keine Probleme gehabt haben sollte, in den Besitz von anatomischen Anschauungsobjekten zu kommen.

2. Die Morde fanden im selben Gebiet statt

Quelle: Wikimedia Commons

Die Verbrechen von «Jack the Ripper» wurden in ganz London, sie fanden aber nur in einem kleinen Bereich der Stadt statt. Die Opfer des Mörders wurden laut History.com alle im oder in der Nähe des Londoner Stadtteils Whitechapel entdeckt. Dieser Bereich befindet sich im East-End der Stadt.

Wenn es anderswo in London noch andere Opfer des Rippers gab, hat die Polizei sie nie entdeckt. Whitechapel kann noch heute besucht werden, obwohl es nicht mehr so aussieht wie in den 1880er Jahren.

1. Die Identität des Mörders könnte mittels DNA aufgedeckt werden

Quelle: Wikimedia Commons

Wir kennen immer noch nicht die wahre Identität von «Jack the Ripper». Aber dank neuer Gentests glauben einige Forensiker: innen, das Geheimnis endlich gelüftet zu haben.

Nach der Untersuchung eines fleckigen Seidenschals, der neben der Leiche von Catherine Eddowes gefunden wurde, fanden die Ermittler DNA, die auf einen 23-jährigen polnischen Einwanderer namens Aaron Kosminski hinweist, welchen wir bereits erwähnt haben.

Kosminski, ein Friseur mit Zugang zu Messern, war zu dieser Zeit ein Hauptverdächtiger. Science Mag weist darauf hin, dass Kritiker: innen dieser Theorie argumentieren, dass der Schal im Laufe der Zeit kontaminiert worden sein könnte und diese Ergebnisse nicht unbedingt bedeuten, dass der Fall abgeschlossen ist. Das Rätselraten geht also weiter.